Stellenangebote des VdM

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Re: Stellenangebote des VdM

Beitragvon Burt » Di 12. Mär 2013, 10:15

Stefanus hat geschrieben:23 Euro je UStd? Immerhin, die kommunalen MS hier in der Gegend zahlen zwischen 18 und 20 Euro. Und wie schon mal geschrieben, die eine priv. MS hier zahlt nur 11 (in Worten: ELF) Euro. Die Weltferne vieler Kolleginnen und Kollegen wird da natürlich weidlich ausgenutzt, sonst wären nicht so viele bereit, sich auf derlei Bedingungen einzulassen. Andererseits - sollen die den eh shcon zuweilen engen privaten Markt noch mehr verstopfen? Dann sinken nämlich bei steigendem Angebot (und die Hochschulen werfen ja fleißig weiterhin fertige Musikpädagogen Jahr für Jahr auf den Markt) die Preise auch bei uns.

Weinger öffentliche und private Musikschule die Hungerlöhne bezahlen bedeutet mehr Schüler die dem privaten Musikpädagogen zur Verfügung stehen. Die Gründung von "Stammtischen für Freie" könnte dann helfen das die Honorare nicht sinken. Wenn wir uns dort gegenseitig unserer Milchmädchenkalkulationen um die Ohren hauen wird es sicherlich zu einer positiven Entwicklung der Honorare führen.
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Re: Stellenangebote des VdM

Beitragvon Stefanus » Mo 15. Apr 2013, 13:54

Burt hat geschrieben:Weinger öffentliche und private Musikschule die Hungerlöhne bezahlen bedeutet mehr Schüler die dem privaten Musikpädagogen zur Verfügung stehen.

Sehe ich nicht so. Es gibt etliche Musikshculen mit Wartelisten. Die Leute sind aber nicht bereit, "ehrliche" Honorar für uns Freiberufler zu zahlen. Die wollen die billige Subventionsschiene der öffentlichen bzw. die ausbeuterische der priv. MS: Hauptsache billig! Aber keine "echten" Preise. Angesichts der Wahl zwischen "günstig, aber Warteliste" und "teuer, aber sofort", entscheidet man sich eher für die erste Option.
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Re: Stellenangebote des VdM

Beitragvon steinway1888 » So 25. Jan 2015, 16:33

Stefanus hat geschrieben:23 Euro je UStd? Immerhin, die kommunalen MS hier in der Gegend zahlen zwischen 18 und 20 Euro. Und wie schon mal geschrieben, die eine priv. MS hier zahlt nur 11 (in Worten: ELF) Euro. Die Weltferne vieler Kolleginnen und Kollegen wird da natürlich weidlich ausgenutzt, sonst wären nicht so viele bereit, sich auf derlei Bedingungen einzulassen. Andererseits - sollen die den eh shcon zuweilen engen privaten Markt noch mehr verstopfen? Dann sinken nämlich bei steigendem Angebot (und die Hochschulen werfen ja fleißig weiterhin fertige Musikpädagogen Jahr für Jahr auf den Markt) die Preise auch bei uns.


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11 Euro ? Da kriegt ja fast ein Babysitter hier in HH mehr ...
Ich vermute - u.a. auch - folgende Gruppen von Leuten ,
die sich auf so einen Dumping Lohn einlassen :
- Ungerlernte oder Halbgelernte ohne Abschluß
- Bewerberinnen mit gut verdienendem Ehepartner ( Herkunft überlasse ich mal eurer Fantasie )

Fazit :
Die nächsten Generationen von Musikern wären gut beraten, einen einträglichen Zweitjob
anzupeilen , oder sich ihre Erbschaft ( falls zu erwarten ) vorzeitig auszahlen zu lassen .

Grüße
Steve
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Re: Stellenangebote des VdM

Beitragvon baritinho » Fr 26. Jun 2015, 14:37

Kleine Anmerkung zu den Stellenausschreibungen im VdM: Meist hat man bessere Chancen, wenn man sich breit gestreut initiativ bewirbt und wenn möglich eher zum Ende eines Schuljahres hin, weil die Musikschulen viele Anmeldungen zum Beginn des Schuljahres bekommen und dann relativ kurzfristig Lehrkräfte suchen. Und dann trifft es sich ja gut, wenn man als Musikschulleiter zufällig eine passende Bewerbung in der Schublade hat.
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Re: Stellenangebote des VdM

Beitragvon musix61 » Sa 27. Jun 2015, 14:58

Ich habe mich neulich, wohl zum letzten Mal, auf ein (Honorar-) Stellenangebot einer Musikschule (VDM, e.V.) beworben: Der Schulleiter bot mir beim Vorstellungsgespräch folgendes an: Keyboard 3er- Gruppen mit Migrantenkindern in einem sozialen Brennpunkt der Stadt; danach Ortswechsel von einer zur anderen Zweigstelle, dort weiterunterrichten. Verbindlich sind 2 Fachbereichskonferenzen und eine Gesamtkonferenz ("zu denen Sie bitte anwesend sind!"), sowie Unterrichtsbesuche und regelmäßiger Kontakt mit der Schulleitung, sowie auch fachübergreifende Zusammenarbeit mit Kollegen. Wer bis zum 2. des Folgemonats keine Anwesenheitsliste abgegeben hat, bekommt kein Geld. Bezahlung 47 Cent pro Minute, selbstverständlich keine Ferienbezahlung. "Wenn Sie Unterricht ausfallen lassen, müssen Sie den nachholen." Und: "Null Toleranz bei Verspätung, egal aus welchem Grund!" (Man könnte denken, man würde sich als Tagesschausprecher bewerben...)
In der mir mitgegebenen Hochglanzbroschüre über die MS las ich dann zu Hause: "Gruppenunterricht in Tasteninstrumenten lehnen wir aus pädagogischen Gründen ab." :lol:
Da dachte ich doch wehmütig an meine Privatschüler, bei denen ich als Haus- Klavierlehrer hoch geschätzt werde, die ich hätte drangeben müssen.
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Re: Stellenangebote des VdM

Beitragvon Monte » Sa 27. Jun 2015, 16:03

musix61 hat geschrieben:Ich habe mich neulich, wohl zum letzten Mal, auf ein (Honorar-) Stellenangebot einer Musikschule (VDM, e.V.) beworben: Der Schulleiter bot mir beim Vorstellungsgespräch folgendes an: Keyboard 3er- Gruppen mit Migrantenkindern in einem sozialen Brennpunkt der Stadt; danach Ortswechsel von einer zur anderen Zweigstelle, dort weiterunterrichten. Verbindlich sind 2 Fachbereichskonferenzen und eine Gesamtkonferenz ("zu denen Sie bitte anwesend sind!"), sowie Unterrichtsbesuche und regelmäßiger Kontakt mit der Schulleitung, sowie auch fachübergreifende Zusammenarbeit mit Kollegen. Wer bis zum 2. des Folgemonats keine Anwesenheitsliste abgegeben hat, bekommt kein Geld. Bezahlung 47 Cent pro Minute, selbstverständlich keine Ferienbezahlung. "Wenn Sie Unterricht ausfallen lassen, müssen Sie den nachholen." Und: "Null Toleranz bei Verspätung, egal aus welchem Grund!" (Man könnte denken, man würde sich als Tagesschausprecher bewerben...)
In der mir mitgegebenen Hochglanzbroschüre über die MS las ich dann zu Hause: "Gruppenunterricht in Tasteninstrumenten lehnen wir aus pädagogischen Gründen ab." :lol:
Da dachte ich doch wehmütig an meine Privatschüler, bei denen ich als Haus- Klavierlehrer hoch geschätzt werde, die ich hätte drangeben müssen.

Falls Du einen solchen Vertrag unterschreibst, dann kannst Du auf Festanstellung klagen. Als Honorarkraft bist Du nicht an Dienstanweisungen des Musikschulleiters gebunden. An Konferenzen brauchst Du nur teilzunehmen, wenn sie im Vertrag stehen und vergütet werden. Unterrichtsbesuche u.ä. sind klare Anzeichen einer Scheinselbständigkeit. Ist dort noch niemand vor Gericht gegangen?
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