unterschiedliche Vertragsmodelle

Studium erfolgreich abgeschlossen... und jetzt?

unterschiedliche Vertragsmodelle

Beitragvon Camac » Mo 23. Apr 2018, 10:49

Bietet ihr 14 tägl. Unterricht mit Vertrag an? Lohnt sich das finanziell überhaupt?

Mögt ihr vielleicht berichten was für Modelle ihr anbietet?

Ich z.b. biete Unterricht mit Vertrag (TKV)1 h wöchentlich a 30 od 45 min,zahlbar per Dauerauftrag
sowie Monatskarten 4 Einheiten im Block als Kurs zu 30 u 45 min, zahlbar in Bar oder per Überweisung.

Ich überlege gerade auch 14 täglich mit Vertrag anzubieten oder Verträge zu machen die schneller kündbar sind.
Kann bei mir fast pauschal sagen:
Verträge nehmen Eltern von Kindern.
Die Kurskarten kaufen die Erwachsenen.Die finden das Modell sehr gut, ich mitlerweile eher weniger da keine finanzielle Planungssicherheit ( für Ksk und Steuer) vorhanden ist. Manche setzten gerne mal 3 /4 Wochen oder sogar länger aus ( In Kur, im Urlaub etc)und vor Weihnachten kommen plötzlich alle wieder angerannt. Meine Karten haben eine Gültigkeit von 6 Monaten, nach Absprache mit mir 12 Monate.

Was bietet ihr und was läuft auch wirklich gut??
Liebe Grüße Camac
Camac
 
Beiträge: 196
Registriert: Do 27. Sep 2012, 08:18

Advertisement

Re: unterschiedliche Vertragsmodelle

Beitragvon Stefanus » Mo 23. Apr 2018, 12:18

Ist fast identisch.
Verträge (1x je Woche, 30 bzw. 45 min) machen die Eltern von Kids, die Erw nehmen gerne Karten. Jo, das mit den Aussetzern kenne ich, stört mich aber nicht so, sind derzeit nur 8, da ist die Unkalkulierbarkeit nicht so schlimm.
Karten haben eine Gültigkeit von 12 Monaten.
Kündigungen bei mir 6 Wochen vorm jew. Schulhalbjahresende.

Dann hab ich noch eine erw. Schülerin, die keine Karte haben wollte, sondern immer nur nach Absprache, zahlt cash auf Kralle.

Und dann so kuriose Sachen. Vorletzte Woche kam ein Anruf eines Vaters, sein Sohn schreibt jetzt morgen Musikabi, hat keinen Überblick, Abi droht zu kippen, retten, was zu retten ist. "Wie machen wir's finanziell?" - "Ich schreib am Ende ne Rechnung." - "Ok, Zahlbetrag ist kein Thema."
Hmmmmm, so hat mans gerne.
Also letzten MI, FR und SA getroffen, insges. 5x60 Minuten. Als ich by the way erfuhr, was die Eltern so machen, hab ich einfach den Satz pro Zeitstunde von 60 auf 70 EUR erhöht - traf ja keine armen Leute. Also 5x60 Min = 300 min : 45 = 6,67 Unterrichtsstunden für dann 350 Euro. (Umgerechnet ca. 52,50 je UStd, das wären bei Ferien durchbezahlt ca. 166 EUR/Monat.)
Hab also eine formvollendete Rechnung geschrieben - einen Tag später war das Geld aufm Konto. :)
Geht schlechter.
Stefanus
 
Beiträge: 1205
Registriert: Mo 24. Jan 2011, 18:51

Re: unterschiedliche Vertragsmodelle

Beitragvon baritinho » Mo 23. Apr 2018, 14:27

Bei mir gibt es entweder einen Vertrag à 30 oder 45min wöchentlich, den auch die meisten unterschreiben. Für Theorieschüler oder Aufnahmeprüflinge biete ich Einzelstunden an, die im Vergleich natürlich etwas teurer sind. Wenn jemand 14-tägigen Unterricht möchte, nehme ich den 30min-Vertrag und der Schüler bekommt 14tägig 60min Unterricht.
baritinho
 
Beiträge: 24
Registriert: Mi 5. Nov 2014, 11:33

Re: unterschiedliche Vertragsmodelle

Beitragvon chiarina » Mo 23. Apr 2018, 20:55

Ich biete wöchentlich 45 und 60 min.-Stunden an, die gern angenommen werden. 90 min. biete ich auch an, die werden extrem selten angenommen. :D

30 min. gar nicht, denn das ist mir zuwenig Zeit. Karten oder Einzelstunden nur in Vorbereitung auf Wettbewerbe, Prüfungen, Studium oder auch mal als Geburtstagsgutschein. Ich brauche, um zufrieden zu sein, unbedingt Kontinuität.

14-tägigen Unterricht gibt es nur in Ausnahmefällen, der ist dann auch teurer. Der 14-tägige Unterricht wird gern von beruflich sehr eingespannten Erwachsenen genommen. Ich mache das aber nur, wenn es wirklich nicht anders geht.

Die Auswahl ist also beschränkter - ich habe damit aber gute Erfahrungen gemacht und auch die Erwachsenen sind zufrieden. Dafür biete ich an, den Unterricht in der betreffenden Woche zu verlegen, wenn das mind. eine Woche vorher angekündigt wird und bin bei Engpässen schon mal etwas kulanter. Ich bin der Meinung, dass, wenn ein erwachsener Schüler aus zeitlichen Gründen nicht üben konnte, eine Klavierstunde trotzdem sehr viel bringt. Und die Schüler sind auch der Meinung. :)

Kinder kommen grundsätzlich wöchentlich.

Liebe Grüße :)

chiarina
chiarina
 
Beiträge: 70
Registriert: Fr 14. Jan 2011, 08:04
Wohnort: Geierfeld 49, 65812 Bad Soden

Re: unterschiedliche Vertragsmodelle

Beitragvon Camac » Di 24. Apr 2018, 11:37

Vielen Dank schon mal für eure Antworten,
Stefanus, da hast du ja mal einen schönen Sonderposten kassiert. Prima,könnte öfters so sein, oder?
Wir sind ja recht ähnlich aufgestelt.Habe gerade 15 Kartenzahler. Ich finde das vorkalkulieren halt nicht so einfach.
Aber die Karten laufen bei mir gut. Ich habe einen hohen Anteil an Erwachsenen Schülern die sich im Alter quasi noch mal ihren Kindertraum erfüllen ,aber nicht jede Woche Zeit haben.
Chiarina, 60 min bekomme ich gar nicht los.Da habe ich nur 1 Schüler. Selbst der Anteil von 45 min ist bei mir leider erheblich geringer als der mit 30 min.
Klar ist das wenig Zeit. Mittlerweile habe ich mich jedoch gut darauf eingependelt. Bei den kleinen zwischen 5 und 10 Jahren reicht es sowie von der Konzentration. Doch bei den Erwachsenen sind 30 min ebenfalls beliebt.Warum? Manchen sind 45 min tatsächlich zu teuer. Ok , bei mir kommt immer noch die Instrumenten miete dazu, auch locker 50-60€ im Monat.Andere meinen Sie müssen dann daheim entsprechend mehr üben. Das steckt irgendwie im Kopf fest.Dabei habe ich es ebenfalls gerne wenn die Schüler kommen auch wenn Sie nicht geübt haben. Alleine um die Handhaltung zu kontrollieren, da geht schnell viel schief.

Hm vielleicht mache ich mal eine Umfrage ob manche Karten Zahler gewillt sind auf 2 Wochen m Vertrag umzusteigen.
Liebe Grüße Camac
Camac
 
Beiträge: 196
Registriert: Do 27. Sep 2012, 08:18

Re: unterschiedliche Vertragsmodelle

Beitragvon chiarina » Di 24. Apr 2018, 20:03

Normalerweise ist doch der Preis für Karten deutlich teurer. Vielleicht kannst du den Kartenzahlern verständlich machen, dass sie von einem 14-tägigen Rhythmus mit Vertrag profitieren, weil sie weniger zahlen müssen. Du bekommst zwar weniger Geld, hast aber Planungssicherheit. Es könnte für beide Seiten eine win-win-Situation sein, wie man so schön sagt. :D Vor allem, wenn die Kartenzahler eh im Schnitt alle 14 Tage kommen.

Ich drück die Daumen, denn ich kann mir gut vorstellen, dass die Kalkulation momentan schwierig ist.

Liebe Grüße

chiarina
chiarina
 
Beiträge: 70
Registriert: Fr 14. Jan 2011, 08:04
Wohnort: Geierfeld 49, 65812 Bad Soden

Re: unterschiedliche Vertragsmodelle

Beitragvon Stefanus » Di 24. Apr 2018, 20:24

Hab bei mir tendenziell auch mehr 30 Minuten in Vertragsbindung als 45 Minuten. Wobei ich auch ein gewisses Interesse daran habe, weil der Minutenpreis bei 30' etwas höher ist als bei 45'. 8-) Andererseits hab ich auch etliche Schüler, bei denen ich immer froh bin, dass es nur 30' sind.... :roll: Oder es geht um anderes - wie neulich, ein eher gering begabter 16jähriger Junge. Da laufen seit drei Jahren die Stunden immer wie folgt ab: Er kommt, wir plaudern 15 Minuten über Schule oder sonst was (verstehen uns sehr gut), dann spielt er sich 5 Minuten warm (da geh ich dann raus), dann 8 Minuten ein wenig am Stück was machen, 2 Minuten Verabschiedung - und rum sind 30 Minuten. Mehr will er aber auch nicht. Ein anderes Pubertier stinkt vor Faulheit, ist im Unterricht ausgesprochen schwer von kapé, will aber unbedingt weiter Unterricht haben (den selbst ich kaum noch so bezeichnen würde). Ich glaub, ihm ist die eine Möglichkeit je Woche wichtig, von den sehr dominierenden Eltern mal wegzukommen. Ansonsten - ja, es gibt eben 30'-Schüler, bei denen die Zeit stillsteht und 45'-Schüler, wo ich gerne auf 60 erhöhen würde. Im letzten Herbst hat mal einer gekündigt, weil ich ihn ziemlich massiv und laut angemotzt hab, weil er wieder nicht geübt hatte und ich es nicht als meine Aufgabe ansähe, seine Defizite für ihn zu beheben. Arsch hochkriegen müsse er schon alleine. Zwei Wochen später kam verschämt von den Eltern die Rückmeldung, dass es wohl "momentan alles etwas viel sei". (Klassiker - einige Monate nach dem Wechsel auf die weiterführende Schule, da passiert sowas oft.) Ach, undundund.
Stefanus
 
Beiträge: 1205
Registriert: Mo 24. Jan 2011, 18:51


Zurück zu Existenzgründung

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast